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“Welcome to Bologna!”

Da bin ich nun. In Italien bei strahlendem Sonnenschein, während sich in Deutschland heute alle über Neuschnee ärgern. Zugegeben, ein bisschen Schadenfroh bin ich ja schon. Aber nicht zu sehr.

Ich bin jetzt knapp fünf Wochen hier und ganz langsam regeln sich die Dinge. Geduld sollte man allerdings mitbringen, dafür einige andere Dinge einfach über Bord werfen. Wenn dir gesagt wird:”Wir treffen uns um 19:00 Uhr.” Sei eine halbe Stunde später da. Wenn dir gesagt wird: “Das ist unmöglich.” Frag nochmal nach. Und nochmal. Auch meine Jeanshosen hätte ich zu Hause lassen können, die sind diesen Winter nämlich nicht angesagt. Dafür scheint Frieren aber trend zu sein.

Aber mal abgesehen von einer fürchterlich nervigen Bürokratie und der Aufopferung für gutes Aussehen, kann man die Italiener wirklich lieb haben. Ständig werde ich quasi zum Essen gezwungen und habe schon unzählige Interviews zu meiner Person gegeben. Und dass ich dabei nach jedem dritten Wort einen Fehler mache, ist auch nicht schlimm.
Bologna selbst ist wirklich toll. Nicht nur wegen der vielen Bogengänge und der Mortadella. Sondern weil Bologna zum Studieren gemacht ist. Hier trifft man auf Studenten aus aller Welt, auf der Piazza werden alle erdenklichen Sprachen gleichzeitig gesprochen und für alle ist das völlig normal.

Ich fühle mich hier jedenfalls sehr wohl und werde nicht ganz so schnell wieder nach Hause kommen.

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