Gestern war Ferragosto. Halb Italien ist in die Ferien aufgebrochen und die Innenstadt lebt nur noch von Touristen. Selbst Geschäfte und Bars sind diese Woche zu.
Ich habe zur Zeit zu Hause kein Internet, deshalb fallen meine Texte hier bis September etwas spärlicher aus. Dann ziehe ich in meine neue Wohnung mit Einzelzimmer. 
Internet bekomme ich netterweise gratis in der Stadt, zb. hier :

… ist hier kein Unglückstag. Das ist Freitag der 17te. Und der passiert erst wieder nächsten Monat. Bis dahin!
Nach einer nicht so toll verlaufenden Hinfahrt, verlief meine Rückfahrt sogar so pünktlich, dass ich eine gute Halbe Stunde zu früh in Bologna ankam. Man merke allerdings: Kinder bis vier Jahre zahlen nicht, bekommen daher aber auch keine Platzreservierung! Hoffe also in Zukunft nicht auf eine Großfamilie zu treffen. Denn auch Kinderfüsse sind nicht geruchsfrei.
Nach meiner Ankunft kümmerte ich mich um die Zahlung meiner Studiengebühr und Abgabe der restlichen Unterlagen (nachdem ich dann herausgefunden hatte, wo ich fies tun konnte). Die nette Dame im Sekretariat bestätigte mir dann die Immatrikulation sofort und ich habe jetzt auch schon einen Studentenausweis. Alles ist gut.
… und der Aberglaube!
Ich war dort. Nach Aussagen der bolognesischen Bevölkerung hätte ich das lieber nicht tun sollen. Einmal oben gewesen ist es nämlich aus mit dem Bachelor. So sagt man. (Ich bereute meinen Ausflug lediglich wegen der vielen Stufen. Vielleicht sollte man sich die Treppen nicht unbedingt in einem der Sommermonate vornehmen.)
Da ich aber nicht an so einen Mumpitz glaube, werde ich mein Studium dennoch zum neuen Jahr antreten und deshalb morgen nach drei Wochen Heimaturlaub auch wieder ins – hoffentlich – sonnige Italien zurückkehren.
PS: Sollte ich durch die erste Prüfung fallen, muss ich dringend herausfinden, ob man diesen Fluch auch wieder rückgängig machen kann. Taufe, oder so.
Lisa im Netz