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Studentendilemma

Eigentlich bin ich ja schon immer ein Fan von “Studieren im Schlafanzug” gewesen. Eigentlich bin ich schon immer ein Fan von “Jegliche Art von Betätigung im Schlafanzug” gewesen. Da ich aber Mitbewohner habe, die erstens kein Geld und zweitens scheinbar ein Fell haben, schalten wir die Heizung nicht sonderlich lange ein und ich friere sehr an meinem Schreibtisch. Deshalb habe ich es mir angewöhnt Bibliotheken und Studienaulen aufzusuchen.

Dabei stellte ich fest, dass ich ca. ein Drittel mehr am Tag schaffe. Jetzt könnte man sagen: “Das ist, weil du hast ja dann gar nich facebook und guckst nich als TV.”

Den Laptop habe ich aber in der Regel dabei und einen Fernseher besitze ich gar nicht. Woran es liegt weiß ich also auch nicht. Vielleicht friert mein Gehirn in meiner Wohnung auch!? Oder der Geruch von Büchern ist so eine Art Studentendoping!?

Fest steht, dass ich mich im nächsten Jahr für eine Kleiderordnung in Bibliotheken einsetzen werde. Solange suche ich jetzt erstmal Jogginghosen, die gerade noch in der Öffentlichkeit tragbar sind.

Schmidt Lisa: 28

Da ich hier ja offiziell Studentin bin, habe ich logischerweise auch Prüfungen. Manchmal.

Dass ich Studentin bin bedeutet nicht, dass ich erst Mittags aufstehe und den ganzen Tag nichts tue. (An dieser Stelle einen schönen Gruß an meinen Papa!) Eigentlich lerne ich sogar recht viel, was aber zum größten Teil daran liegt, dass ich ungefähr alles dreimal lesen muss, bis ich es verstanden habe. Ich will mich auch gar nicht beschweren, hab es ja nicht anders gewollt. Zum zweiten liegt das auch daran, dass ich ständig versuche, das ganze Programm zu machen, während die Italiener um mich herum das irgendwie gelassener und lückenhafter angehen. Dann lachen sie mich aus und sagen mir, dass ich doch viel zu deutsch bin, das wäre doch alles gar nicht nötig.

Meine ersten beiden Prüfungen habe ich nun dann schon hinter mir und auch – gut – und bestanden. Hier gibt es bis zu 30 Punkte, wobei man mit 18 gerade so bestanden hat. 28 in Englisch finde ich also ziemlich in Ordnung. Und italienische Literatur habe ich auch – naja- eben bestanden. Das ist auch gut.

Jetzt ist noch eine Prüfung übrig für Januar und dann mache ich Urlaub. Zu Hause.

I am thinking in three languages.


Still I don’t know how to explain myself.


Es ergab sich dieses neue Jahr für mich, dass diese zwei Ulknudeln feststellten, dass ich ohne sie nicht fähig sei, ein Jahr vernünftig zu beginnen. Also kamen sie eben mal aus ihrem Schengenstaat ( so findet man den richtigen Terminal am Flughafen in Bologna ) herbeigeflogen.

Hier in Bologna machten wir gemeinsam den einzigen offenen Club unsicher, wo wir netterweise auch gleich als Kartoffeln begrüßt wurden. Da die Stadt etwas menschenleer war, fielen wir doofen Deutschen natürlich auch auf. Silvester feierten wir dann in Sarsina, wo warscheinlich auch die Hälfte der Personen, die das hier lesen, schon mal gewesen sind. Dementsprechend, nach dem italienischen Prinzip: Vorspeise, erster Gang ( nachdem Franzi sich schon gerne mal zur Tür rausrollen wollte ), zweiter Gang und diverse Nachspeisen. Und so viel Wein, dass man eigentlich vor der Vorspeise schon Schluckauf hat.

Das ganze stelle man sich jetzt vor unter lautem … Italienisch.

Am nächsten Tag krönten wir das ganze noch mit Resteessen.

Eine gelungene Woche: Franzi kann schon alleine Schwimmen gehen und jetzt auch auf Italienisch fluchen. Christoph konnte das ja schon vorher. Meine Mitbewohnerin freute sich über die vollen Bierflaschen in ihrem Zimmer. Und Franzi und ich haben gelernt, dass man niemals genug Kekse in einen Koffer bekommt. Alle samt haben wir jetzt trainierte Mägen.

Jeder Mensch sollte einmal Silvester in Italien feiern.

ORRRR… ja ich weiss!

Autunno

Oggi inizia l’autunno. Ed il primo ottobre inizio finalmente l’università col corso di fonetica per il cirillico. È il momento giusto per scrivere i post pure in italiano, anche se sono ancora molto lontano di saperlo perfetto. Per ricordarmi del congiuntivo ci vuole ancora un bel po’. Ma nessuno di vuoi si aspetta che dopo 8 mesi (mazza, sono qui da cosi tanto tempo?) so parlare  l’italiano come un italiano, giusto?

Heute ist Herbstbeginn. Und am Ersten Oktober beginnen endlich die Vorlesungen mit einem Kurs in Phonetik für Kyrillisch. Das ist der richtige Zeitpunkt um meine Posts auch in Italienisch zu schreiben, auch wenn ich noch weit davon entfernt bin, es perfekt zu beherrschen. Es wird immernoch etwas brauchen, bis ich mich an den Konjunktiv erinnere. Aber niemand von euch erwartet, dass ich nach 8 Monaten ( oh, bin ich schon so lange hier?) Italienisch wie ein Italiener sprechen kann, richtig?

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